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Amazon und Umsatzsteuer

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0815popo
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Beitrag 0815popo » 10.01.2006, 16:30 Amazon und Umsatzsteuer

Ja, die UST ID musst du beantragen. Wie und wo, habe ich oben erlautert.

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sansana
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Beitrag sansana » 11.01.2006, 10:02 Amazon und Umsatzsteuer

Einen herzlichen Dank an 0815popo. Jetzt seh' ich endlich klar!

Sansana

Southmedia
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Beitrag Southmedia » 11.01.2006, 11:41 Amazon und Umsatzsteuer

Auch von Seiten der Forenleitung herzlichen Dank an 0815popo, souverän erklärt und das Problem gelöst. Danke.

lloy
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Beitrag lloy » 20.01.2006, 00:23 Amazon und Umsatzsteuer

Hallo an alle und vor allem an 0815popo:

Ich muss das Ganze jetzt doch nochmal aufgreifen. Ich habe mich bezüglich dieser Sache mit Amazon mal beim Finanzamt erkundigt und die haben mir nun folgendes schriftlich zukommen lassen:
Des weiteren erhalten sie Gutschriften der o.g. Unternehmen ohne gesonderten Umsatzsteuerausweis. Der Ort der Leistung bestimmt sich in Ihrem Falle nach §3 a Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 4 UStG. Der Empfänger Ihrer Leistungen gem. §3 Abs. 4 Nr.2 ist Unternehmer und hat seinen Sitz im Ausland, der Ort der sonst. Leistung befindet sich damit im Ausland und nicht im Inland und es handelt sich damit um nicht steuerbare Umsätze. Sofern diese Voraussetzungen bestehen bleiben, sind keine Umsatzsteuererklärungen abzugeben.
Das bedeutet nun aber, solche Umsätze sind in Zeile 42 (steuerFREIE Umsätze) der Umsatzsteuervoranmeldung einzutragen, nicht aber in Zeile 41 (SteuerPFLICHTIGE Umsätze für die der Leistungsempfänger die Steuer schuldet). Dies geht auch eindeutig aus der beiliegenden Erklärung zur Voranmeldung hervor. Der Unterschied ist nach meinem Verständnis, dass du von Deutschland als Erfüllungsort der Dienstleistung ausgehst, was zwar eigentlich plausibel ist, im Umsatzsteuergesetz jedoch anders geregelt ist.

Weiterhin gilt die Zusammenfassende Meldung nur für Warenlieferungen in der EU, nicht für Dienstleistungen (Quelle: Finanzministerium NRW). Sie braucht also nicht ausgefüllt zu werden. Bezüglich der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer bin ich mir noch nicht sicher, ich vermute aber aus selbigem Grund braucht man keine.

Genau zu diesem Thema streiten sich übrigens auch die Steuerexperten und kommen zu dem selben Schluss:
https://www.wer-weiss-was.de/theme66/article2789621.html
Demnach ist auch eine Rechnung an amazon.de überflüssig.

Dies ist übrigens keine steuerliche Beratung, sondern nur meine subjektive Meinung

0815popo
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Beitrag 0815popo » 23.01.2006, 15:45 Amazon und Umsatzsteuer

Hallo Iloy

Ich bin kein Steuerexperte. Ich glaube aber, es gibt zu diesem Thema keine 2 Steuerfachleute oder 2 Finanzämter die dazu die gleiche Auskunft erteilen...

Am Beitrag https://www.wer-weiss-was.de/theme66/article2789621.html siehst du wie unerquicklich solche Diskussionen sind. Drei Leute die vor ihrem Meinungsaustausch alles ganz genau wussten, wissen hinterher nicht mal mehr wo der eigene Hammer hängt und einigen sich, wenn überhaupt, auf die einfachste Variante. Deswegen beteilige ich mich ungern an solchen Diskussionen.

Bin mir aber ziemlich sicher, dass meine Variante nicht unrichtig ist, wärend deine Variante nicht falsch sein muss. Wenn dir das Finanzamt diese "nicht steuerbare" Auskunft erteilt hat, wird es wohl auch nicht soooo falsch sein.

Sowohl bei deiner als auch bei meiner Variante wird dem Finanzamt nichts hinterzogen. Ich glaube also dass keiner von uns mit negativen Konsequenzen rechnen muss.

Für Leute mit Umsätzen im 3- oder niedrigem 4-stelligen Bereich, wäre meine, bzw. die von Amazon empfohlene Variante vielleicht tatsächlich etwas zu aufwändig?!

Da ich jedoch 5-stellige Umsätze tätige, wäre es ärgerlich, wenn ich auf einmal 16% Mehrwertsteuer ans deutsche Finanzamt nachzahlen müsste, weil ich nicht anhand Rechnung (mit Umsatzsteuer-IDs) und Zusammenfassender Meldung nachweisen kann, dass Amazon die Umsatzsteuer bereits in Luxemburg abgeführt hat. Nur anhand der Umsatzsteuer-IDs kann das Finanzamt dies überprüfen. Und nocheinmal: Die von Amazon per Email gesendete "Abrechnung" erfüllt nicht die Anforderungen die an einen "Gutschriftsbeleg" oder "Rechnungsbeleg" gestellt werden. Die "Abrechnung" erinnert ja mehr an einen "Supermarkt-Kassenbon"...

Das Thema "Lieferungen/Dienstleistungen" greife ich nicht weiter auf. Es ist ein Leidiges... Es gibt im Inland keinen Unterschied, also tue ich einfach so als gäbe es "Innergemeinschaftlich" auch keinen. Möglicherweise ergibt sich aus dieser sturen Haltung meinerseits ein Formfehler, mehr aber auch nicht.

Tatsache ist, dass die Umsatzsteuer im Ausland (EU) abgeführt wird, egal ob es nun eine Lieferung oder "sonstige Leistung" ist.

Ich weise es nach, du nicht.

Das ist der einzige Unterschied zwischen unseren Varianten. Wenn dir das Finanzamt verbindlich "grünes Licht" gegeben hat für Zeile 42, dann machs halt so.

Eine wirklich verbindlich-verbindliche Auskunft mit Verbindlichkeitsgarantie kann ich leider nicht geben. Kann aber auch kein
Anderer... Oder vielleicht doch???

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