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Amazon und Umsatzsteuer

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sansana
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Beitrag sansana » 07.01.2006, 10:09 Amazon und Umsatzsteuer

Guten Tag,

ich bin Affiliate bei Amazon und ab 2006 umsatzsteuerpflichtig.

Nun möchte ich natürlich gerne, dass Amazon auf meine Provisionen
Umsatzsteuer zahlt, damit ich die dann ans Finanzamt abführen kann.

Es gibt da bei Amazon auch eine Beschreibung, aber die versteht mein Steuerbarater nicht (und ich auch nicht).

Hat jemand Erfahrungen?

Gruss
Sansana

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Ice Man
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Beitrag Ice Man » 07.01.2006, 13:09 Amazon und Umsatzsteuer

Steuernummer auf Seite eintragen
Und das schreiben wo das FA einem die Steuernummer mitgeteilt hat, an Amazon Faxen oder Kopie schicken.

sansana
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Beitrag sansana » 07.01.2006, 15:49 Amazon und Umsatzsteuer

Soo einfach ist das... ?! Danke für den Hinweis.

Sansana

0815popo
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Beitrag 0815popo » 09.01.2006, 16:24 Amazon und Umsatzsteuer

Nix faxen machen, und nix mit Kopie! (Kannst du machen, ändert aber nix daran, dass dir Amazon keine Umsatzsteuer auszahlt...)

Die FAQ von Amazon sind dazu recht eindeutig, auch wenn sie scheinbar komisches verlangen.

Amazon geht automatisch davon aus, dass du als Partner gewerbetreibend bist. Andere dürfen offiziell nicht teilnehmen (machen trotzdem viele, ist aber egal...).

Auch wenn du Gewerbetreibend bist, zahlt DIR Amazon die Umsatzsteuer nicht aus, sondern führt die Umsatzsteuer an das Finanzamt in Luxemburg ab. Warum? Weil Amazon in Luxemburg ansässig ist (zumindest der Teil von Amazon der dein Brötchengeber ist).

Du MUSST folgendes tun:

1. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer formlos beantragen bei:
Bundesamt für Finanzen
- Außenstelle -
Industriestr. 6
66738 Saarlouis

Diese Nummer braucht jeder, der Umsätze ausserhalb Germaniens, innerhalb der EU tätigt. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Steuernummer! Die bekommt automatisch jeder, während man die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer selbst beantragen muß.

2. Nun das Komische:
Du musst Amazon eine Rechnung schicken.

Amazon schickt dir irgendwann nach Quartalsende eine absolut lächerliche Gutschrift per Email. Mit "Lächerlich" meine ich nicht den darauf vermerkten Betrag, sondern die "Finanzamtsuntauglichkeit" des "Gutschriftbelegs". Amazon weis das aber, und empfiehlt deshalb, das Schicken einer selbst erstellten Rechnung an:

Amazon EU Sarl
PO Box 362
L-2013 Luxembourg
Luxembourg

Auf der Rechnung muss sowohl deine USt-Identifikationsnummer als auch die von Amazon (LU20260743) vermerkt sein. In der Rechnung ist KEINE Mehrwertsteuer anzugeben bzw. auszuweisen. Dies ist aber zu begründen. Also unten drunter schreiben: "Gemäß dem Reverse-Charge-Verfahren bzw. gemäß Artikel 21.1(b) der 6. EU-Richtlinie ist der Empfänger dieser Dienste verpflichtet, Mehrwertsteuer für diesen Dienst zu zahlen.".

Solltest du zufällig schon mal eine Googel-AdWords Rechnung bekommen haben, kannst du dir daran ein Beispiel nehmen. Wenn nicht, schreib halt´ne normale Rechnung (hast du doch schon mal gemacht???). Schreib aber zur Adresse des Rechnungsempfängers (Amazon) die USt-Identifikationsnummer von Amazon mit dazu, und zu deiner Adresse schreibst du deine USt-Identifikationsnummer mit dazu. Bei Mehrwertsteuer schreibst du 0% und machst ein Sternchen dahinter. Unten drunter machst du dann ein Sternchen und erläuterst dahinter, warum du 0% statt 16% in Rechnung stellst. Hinter das Sternchen also einfach NUR den coolen Sruch: "Gemäß dem Reverse-Charge-Verfahren bzw. gemäß Artikel 21.1(b) der 6. EU-Richtlinie ist der Empfänger dieser Dienste verpflichtet, Mehrwertsteuer für diesen Dienst zu zahlen.". Die Rechnung schickst du an Amazon, eine Kopie behältst du für deine Steuererklärung(en).

Nachzulesen in den Amazon FAQ (Einloggen, auf Hilfe klicken, dann unter "Werbekostenerstattung und Bezahlung" auf Umsatzsteuer-Informationen klicken.). Nicht dass jemand behauptet ich hätte einen an der Waffel...

3. Die "Zusammenfassende Meldung"
Wer "Solcherlei" Umsätze tätigt, darf sich auf die nächste Ausbaustufe der Bürokratie freuen! Zusätzlich zur quartalsweisen Umsatzsteuervoranmeldung muss nun auch noch eine "Zusammenfassende Meldung" quartalsweise ausgefüllt und nach Saarlouis geschickt werden. Dies geschieht, damit die Staaten Europas prüfen können, ob die Umsatzsteuer auch tatsächlich (in dem Fall von Amazon) abgeführt wurde.

Das Formular ist downloadbar unter https://www.bzst.de/003_menue_links/005_ ... index.html

Während die "Zusammenfassende Meldung" recht einfach auszufüllen ist, werden deine Umsatzsteuervoranmeldungen künftig "etwas komplizierter". Hier labere ich aber jetzt nicht lange rum (hab keine Zeit, mach grad selbst Steuererklärung...), sondern sage nur "Feld 41"...

Ergänzend
Wenn dein Steuerberater da keine Peilung hat, solltest du ihn wechseln. Ev. reicht es, ihn darauf hinzuweisen, dass dein Partner Amazon in Luxemburg ansässig ist, die USt-Identifikationsnummer LU20260743 hat, und dass es sich bei diesen Betriebseinnahmen um "Innergemeinschaftliche Lieferungen an Abnehmer mit USt-ID" handelt. Warscheinlich geht ihm dann ein Licht auf. Wenn nicht ist er kein Steuerberater...

Ice Man
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Beitrag Ice Man » 09.01.2006, 16:34 Amazon und Umsatzsteuer

Das ist so nicht richtig.
Ich hab mir gerade die Schreiben von 2004 angeschaut, die kommen ja immer alle am Anfang des Folgejahres.

Darin steht

Umsatz :
Mwst:
Umsatz Brutto:

Und es wurde mit Mwst ausgezahlt.
Also so wie ich sagte.

Und diese führe ich dann ab.
Du MUSST folgendes tun:

1. Umsatzsteuer-Identifikationsnummer formlos beantragen bei:
Ich hab auch keine und bekomme die die Mwst. mit ausbezahlt.

PS: Amazon Gmbh zahlt das aus, und die kommt aus München, somit nix Luxenburg.

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