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Google muss Links zu sensiblen Daten entfernen

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Hasenhuf
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Beitrag Hasenhuf » 27.05.2014, 17:42 Google muss Links zu sensiblen Daten entfernen

top hat geschrieben:Es soll Leute geben die z.B. bei Bewerbern erst einmal den Namen in die Suchmaschine schmeißen, um was über die Person im Netz zu finden ist.
Das ist schon klar, aber das rechtfertigt nicht der Öffentlichkeit diesen Artikel vorzuenthalten bzw. ihn zu verstecken.

Daß beim Personaler, ohne den Artikel mit dem Bewerber in Verbindung zu bringen, vielleicht ein schlechtes und damit unbewußt nachteiliges Gefühl zurückbleibt, ist Pech. Sowas tritt, positiv wie negativ, chaotisch überall auf.

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Beloe007
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Beitrag Beloe007 » 28.05.2014, 12:00 Google muss Links zu sensiblen Daten entfernen

top hat geschrieben:
Hasenhuf hat geschrieben:...
top hat geschrieben:Ein alter Schulfreund hat mit seinem recht seltenen Namen auch Spaß mit Google. ...
Platz 2: Ein älterer Spiegel-Artikel über rückfällig gewordene Sexualstraftäter. :o
(Und nein, die Altersangaben passen zum Glück nicht überein.)

An seiner Stelle hätte ich mich schon längst darum gekümmert, dass der Bericht mal irgendwo unter ferner liefen verschwindet.
Mit welcher Begründung?
...
Es soll Leute geben die z.B. bei Bewerbern erst einmal den Namen in die Suchmaschine schmeißen, um was über die Person im Netz zu finden ist.
Wenn dann auf Seite 1 gleich so ein Information auftaucht, (vor ein paar Jahren war es sogar einer von nur 4 Treffern zu dem exakten Namen,) dann könnte sich das auf weitere Kontaktversuche des Bewerbers auswirken.

Wenn der Artikel erst auf Platz 137 zu finden ist, stört das weniger.
Ich wurde schon mal verhaftet, weil ich in einer kritischen Situation mit jemand anderes verwechselt wurde, bei mir ging der Polizist (wie auch ich) davon aus das es meinen Namen nur einmal geben kann. Ganz unschuldig war ich an der Situation auch nicht, aber ohne meine Namensprüfung und die Verwechselung wäre die darauf folgende Reaktion sicher anders ausgefallen. Wurde dann 1 Tag später aufgeklärt und es gab eine gegenseitige Entschuldigung.

Die Situation war für mich jedoch ein Segen, weil ich endlich wusste warum Banken, oder mir als Zeuge bei einem Unfall und bei diversen Gelegenheiten (z.B. Kreditkarte usw) auch "sehr kurios" gegenübergetreten wurde.

Seit ich weiß das es einen extrem lebenden Doppelgänger gibt, sage ich das bei jedem Bankgeschäft, Polizeikontrolle usw... sofort am Anfang "Verwechseln Sie mich bitte nicht, schauen Sie aufs Geburtsdatum"... seit dem funktionieren viele Dinge die vorher nicht funktionierten.


Dennoch denke ich, das gehört zum Lebensrisiko dazu, solche Situationen gibt es, jeder hat irgendwelche Probleme die andere nicht haben. Ausschließen kann man so etwas nicht ohne wieder ein wirrwar neuer Probleme zu schaffen... Daher ist es in meinen Augen wichtiger auch für Irrtümer/Veraltetes zu sensibilisieren, statt Irrtümer Bürokratisch versuchen auszuschließen, sie aber dennoch unmöglich ausschließen zu können und es damit denen die danach immer noch durchs Raster fallen noch schwerer zu machen.

Daher mein Nein zum Urteil, der Suchende soll sich sein eigenes Urteil bilden, insbesondere solche Daten sind wichtig, damit der Suchende nicht in Verlegenheit gerät seine eigene Meinungsbildung und sein Gehirn ganz auszuschalten.

planta
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Beitrag planta » 29.05.2014, 07:17 Google muss Links zu sensiblen Daten entfernen

Hasenhuf hat geschrieben:
top hat geschrieben: Das ist schon klar, aber das rechtfertigt nicht der Öffentlichkeit diesen Artikel vorzuenthalten bzw. ihn zu verstecken.
Sehe ich anders. Solange ich nicht eine Person des öffentlichen Interesses sein will, hat das jeder zu respektieren, auch Verzeichnisse und Spider.
Und da Spider überall ihre Spinnenfäden hinterlassen wo sie können, liegt es natürlich in erster Linie an den Leuten die fahrlässig mit Daten anderer Leute umgehen und diese ins Netz stellten, bzw. ungeschützt ins Netz stellen. Soweit richtig.

Trotzdem kann das eine Einrichtung, Firma oder andere organisierte Datensammler nicht einfach mal nicht interessieren. Daher ist so ein Urteil einfach mal ein Hinwweis und ein Denkanstoß. Nicht nur für google.
Spannender dürfte es werden, wenn dieses Urteil in die Praxis umzusetzen ist.

mtx93
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Beitrag mtx93 » 29.05.2014, 16:44 Google muss Links zu sensiblen Daten entfernen

planta hat geschrieben:
Hasenhuf hat geschrieben:
top hat geschrieben: Das ist schon klar, aber das rechtfertigt nicht der Öffentlichkeit diesen Artikel vorzuenthalten bzw. ihn zu verstecken.
Sehe ich anders. Solange ich nicht eine Person des öffentlichen Interesses sein will, hat das jeder zu respektieren, auch Verzeichnisse und Spider.
Und da Spider überall ihre Spinnenfäden hinterlassen wo sie können, liegt es natürlich in erster Linie an den Leuten die fahrlässig mit Daten anderer Leute umgehen und diese ins Netz stellten, bzw. ungeschützt ins Netz stellen. Soweit richtig.

Trotzdem kann das eine Einrichtung, Firma oder andere organisierte Datensammler nicht einfach mal nicht interessieren. Daher ist so ein Urteil einfach mal ein Hinwweis und ein Denkanstoß. Nicht nur für google.
Spannender dürfte es werden, wenn dieses Urteil in die Praxis umzusetzen ist.
Und öffentliches Interesse definiert wer?
Ich bin ein Teil der Öffentlichkeit, ich habe Interesse.

Wie kommst du dazu mein Interesse, meine Informationen und meine Leben zu bestimmen?

Öffentliches Interesse ist ein Bullshitwort ohne jede echte Definition.
Das bewegt sich auf einer Ebene mit Volkshygiene, moralischen Anstand und anderen lustigen Begriffen aus der gesellschaftlichen Mottenkiste.

Jeder der was anderes glaubt sollte sich mal darüber informieren, was insbesondere in Bezug auf Moral und Politik öffentliches Interesse oder nicht war in der Vergangenheit. Und wie schnell es sich geändert hat.

Es hat ein Grund warum Politiker so gerne von "öffentlichen Interesse" oder "das ist nicht von öffentlichen Interesse" reden.

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catcat
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Beitrag catcat » 29.05.2014, 16:54 Google muss Links zu sensiblen Daten entfernen

Im Grunde hat sich doch eigentlich nichts geändert, finde ich.
Ich konnte immer schon Einträge aus dem Index löschen lassen, wenn ich ein Urteil in der Hand hatte, das das eine Falschmeldung ist oder meine Persönlichkeitsrechte verletzt.
Oder nicht?

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planta
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Beitrag planta » 29.05.2014, 17:11 Google muss Links zu sensiblen Daten entfernen

mtx93 hat geschrieben:
planta hat geschrieben:
Hasenhuf hat geschrieben:
top hat geschrieben: Das ist schon klar, aber das rechtfertigt nicht der Öffentlichkeit diesen Artikel vorzuenthalten bzw. ihn zu verstecken.
Sehe ich anders. Solange ich nicht eine Person des öffentlichen Interesses sein will, hat das jeder zu respektieren, auch Verzeichnisse und Spider.
.
Und öffentliches Interesse definiert wer?
Ich bin ein Teil der Öffentlichkeit, ich habe Interesse.


Es hat ein Grund warum Politiker so gerne von "öffentlichen Interesse" oder "das ist nicht von öffentlichen Interesse" reden.
Das kannst Du doch halten wie ein Dachdecker was DU für DICH nach außen als öffentliches Interesse definierst.
Genauso wie ich, und dieses Recht will ich gewahrt wissen. Und genau das hat auch völlig zu Recht das Verfassungsgericht als informelle Selbstbestimmung definiert.
Nämlich das ich, und jeder andere Bürger auch, mitbestimmen kann was über ihn und von ihm an die Öffentlichkeit und damit in öffentliche Register kommt.
Von mir aus kannst Du den rollenden Pups auf der Gardinenstange veröffentlichen, ist dann halt Deine Defi von öffentlichem Interesse (wenn es dann doch jemand liest).

Dieses Urteil ist im öffentlichen Interesse, hat also in jeder Zeitung was zu suchen, weil es jeden angeht und jeder es wissen sollte und müßte.
Aber das was zu diesen Urteil geführt hat, olle Kamellen aus der Vergangenheit, die nicht selbst veröffentlicht wurden, sind es eben nicht.
Ich hätte gern noch selbst bestimmt wer in meinem Leben den Voyeur spielen darf, wer meinen Kühlschrank plündern darf und wer über mich was veröffentlichen darf.
Hier gehts nicht um Politiker oder Subventionen für Milliardäre, hier gehts schlicht und einfach um das eigene private Persönlichkeitsrecht im Datenwald.

Manchmal frage ich mich echt ob einige tatsächlich die Dimensionen des Informationszeitalters über Rankings hinaus begriffen haben.

Hasenhuf
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Beitrag Hasenhuf » 17.06.2014, 18:01 Google muss Links zu sensiblen Daten entfernen

planta hat geschrieben:
Hasenhuf hat geschrieben: Das ist schon klar, aber das rechtfertigt nicht der Öffentlichkeit diesen Artikel vorzuenthalten bzw. ihn zu verstecken.
Sehe ich anders. Solange ich nicht eine Person des öffentlichen Interesses sein will, hat das jeder zu respektieren, auch Verzeichnisse und Spider.
Der Artikel ist nicht über die Person, also verletzt er auch nicht deren Persönlichkeitsrecht. Oder soll vielleicht dran stehen, welche Tomas Müller alle nicht gemeint sind?
planta hat geschrieben:Spannender dürfte es werden, wenn dieses Urteil in die Praxis umzusetzen ist.
Es ist nicht das erste Urteil dieser Art, solche Urteile wurden schon mehrfach umgesetzt. Spannend? Nö.
mtx93 hat geschrieben:Und öffentliches Interesse definiert wer?
Ich bin ein Teil der Öffentlichkeit, ich habe Interesse.
Entwickle doch bitte Interesse, Diskussionen wenigstens halbwegs sinnvoll zu führen oder dich rauszuhalten.
catcat hat geschrieben:Im Grunde hat sich doch eigentlich nichts geändert, finde ich.
Ich konnte immer schon Einträge aus dem Index löschen lassen, wenn ich ein Urteil in der Hand hatte, das das eine Falschmeldung ist oder meine Persönlichkeitsrechte verletzt.
Oder nicht?
Wie ich bereits schrieb. Wobei man dazu kein Urteil braucht. Wenn google das anders sieht, hat man als nächstes ggf. ein Urteil gegen google.

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Beitrag mtx93 » 17.06.2014, 18:28 Google muss Links zu sensiblen Daten entfernen

Hasenhuf hat geschrieben:
mtx93 hat geschrieben:Und öffentliches Interesse definiert wer?
Ich bin ein Teil der Öffentlichkeit, ich habe Interesse.
Entwickle doch bitte Interesse, Diskussionen wenigstens halbwegs sinnvoll zu führen oder dich rauszuhalten.
Ok, nur für die Akten: Die Frage war "wer definiert öffentliches Interesse?".

Schön das ihr darauf eine Antwort habt oder es einfach für eine dämliche Frage haltet. Das sind ziemlich witziger Weise genau die 2 falschen Antworten, die man geben kann.

Es gibt nämlich keine Antwort darauf. Das ist das Problem.
Es ist immer willkürlich und im Context einer sich verändern Gesellschaft.
Was heute ein Tabu ist mag morgen keins mehr sein. Was heute als Gesellschaftlich akzeptiert gilt, ist es morgen nicht.

Beispiel? Rauchen - und vor allem Rauchen in der Öffentlichkeit?
Was macht dieses Beispiel interessant? Gesundheit!
Stellt euch mal vor, das in Zukunft der Krankenkassenbeitrag sich auf die Gesundheitshistorie des einzelnen bezieht (was im kommen ist)...
Was ist nun mit den Bildern aus der Freizeit wo man Stolz die Kippe zeigt?
Ist es gesellschaftlich ok, diese Bilder dann löschen zu lassen, um zu vermeiden das die Krankenkasse einem auf die Schliche kommt weil man "immer Nichtraucher" angegeben hat?

Das ist nur ein fiktives Beispiel - aber durchaus mit realen Bezug.

Sollte ich wirklich in der Lage sein langfristige und wichtige gesellschaftliche Änderungen vorauszusehen, dann kaufe ich Aktien von Firmen die dahin tendieren und werde Reich und poste hier nicht mehr.

Auch ein Blick über den nationalen Tellerrand wäre gut, die USA haben nicht ohne Grund diesen Fokus auf Meinungsfreiheit. Das ist keine bescheuerte Eigenart der dämlichen Amis sondern eine Grunddefinition von "Freiheit des Einzelnen".

Den dieses Urteil ist in sich ein Paradoxon: Es stärkt des Recht und die Freiheit des Einzelnen indem es Freiheit an sich beschränkt.

Um es mal ganz klar zu sagen: Ich behaupte nicht einfache Antworten zu haben. Da ist mein Punkt.

Aber eines ist gewiss: Jeder der zu diesem Thema eine einfache Antwort hat, ist ein Idiot. Das war und wird jeder sein, der glaubt gesellschaftliche Normen und Freiheiten lassen sich per Gesetz durchsetzen oder seien einfach zu beantworten. Nicht ohne Grund hat der Staatsanwalt des europäischen Gerichts genau deshalb vor diesem Urteil gewarnt. Bitte genau lesen: Die juristische Meinung der Beteiligten und ALLER, die vor dem Urteil damit beschäftigt waren, war eindeutig - es macht keinen Sinn und es ist juristisch falsch. Wer was anderes behauptet kann ja mal gerne versuchen einen Source vor dem Urteil zu finden, die dem Urteil entspricht und dieses auch begründet.

Dann Entschied der Gerichtshof aus dem Nichts auf einmal anders - und oh, Wunder - auf einmal wusste es doch jeder und es war gut.

Was lehrt uns das? Die alte Leier: Was interessiert uns das Gerede von Gestern und die Gründe: Wenn eine staatliche Institution sagt es ist so, dann ist es so.

Ihr könnt gerne anderer Ansicht sein - aber ein richtig oder falsch gibt es hier nicht. JEDE Lösung schränkt ein. Jede Lösung hat ihren Preis.

Komm ich nun etwas verständlicher daher?

Und bevor jemand meint, ich hätte das Thema verfehlt: Ich gehe hier aus guten Grund nicht auf die technischen Aspekte ein - ala Sinn oder Unsinn einer Indexlöschung in Bezug auf Quellelöschung. Oder diesen ganzen Rattenschwanz von Problemen der Indizierung unter anderem Recht und der damit drohenden Problematik der Zensur. Technisch ist das Urteil kompletter Müll und nur durch gravierende Einschnitte in die heutige Struktur des Internets durchzusetzen. DA gibt es keine 2 Meinungen, das ist ein rein Technisch. Da braucht es keine Diskussion.

Hasenhuf
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Beitrag Hasenhuf » 17.06.2014, 20:54 Google muss Links zu sensiblen Daten entfernen

mtx93 hat geschrieben:
Hasenhuf hat geschrieben:
mtx93 hat geschrieben:Und öffentliches Interesse definiert wer?
Ich bin ein Teil der Öffentlichkeit, ich habe Interesse.
Entwickle doch bitte Interesse, Diskussionen wenigstens halbwegs sinnvoll zu führen oder dich rauszuhalten.
Ok, nur für die Akten: Die Frage war "wer definiert öffentliches Interesse?".
Wie jeder nachlesen kann. Warum auch immer Du meinst das herausstellen zu müssen. Du laberst im Anschluß aber einen Haufen Zeug, das bestenfalls sinnlos ist.

"Ich bin ein Teil der Öffentlichkeit, ich habe Interesse."
Was soll das zum Ausdruck bringen? Du bist ggf. Teil der Öffentlichkeit, stimmt zwar, speilt aber keine Rolle. Du hast Interessen, mag stimmen, spielt aber so gut wie keine Rolle. Soll das wirklich etwas zu "Öffentliches Interesse" beitragen?

noch ein Beispiel:
"Wie kommst du dazu mein Interesse, meine Informationen und meine Leben zu bestimmen?"
Wer tut so was? Was soll "meine Informationen und meine Leben zu bestimmen" überhaupt genau sein? Was willst Du zum Ausdruck bringen? Was hat das mit öffentlichem Interesse zu tun?
mtx93 hat geschrieben:Es gibt nämlich keine Antwort darauf. Das ist das Problem.
Es ist immer willkürlich und im Context einer sich verändern Gesellschaft.
Das ist doch eine Antwort, wenn auch eine zur hälfte falsche Antwort. Ein Rechtsbegriff ist nicht willkürlich, nur weil er unbestimmt ist. Richtig ist, Gesellschaft wie Gesetze ändern sich. Gesetze, die, ohne geändert zu werden, gesellschaftlichen Änderungen folgen können, sind oft gerade dadurch sehr gut. Und was hast Du an dem Wikipedia-Artikel "Öffentliches Interesse" auszusetzen?
mtx93 hat geschrieben:Was heute ein Tabu ist mag morgen keins mehr sein. Was heute als Gesellschaftlich akzeptiert gilt, ist es morgen nicht.
In dem Bewußtsein handle ich schon heute. In dem Bewußtsein antworte ich Leuten die sagen "wer nichts zu verbergen hat ..." mit "Unsinn". Und auch aus dem Grund sind unter anderem Erlaubnisse von Minderjährigen zum Recht am einenen Bild schwebend unwirksam.
mtx93 hat geschrieben:Beispiel? Rauchen - und vor allem Rauchen in der Öffentlichkeit?
Was macht dieses Beispiel interessant? Gesundheit!
Stellt euch mal vor, das in Zukunft der Krankenkassenbeitrag sich auf die Gesundheitshistorie des einzelnen bezieht (was im kommen ist)...
Was ist nun mit den Bildern aus der Freizeit wo man Stolz die Kippe zeigt?
Ist es gesellschaftlich ok, diese Bilder dann löschen zu lassen, um zu vermeiden das die Krankenkasse einem auf die Schliche kommt weil man "immer Nichtraucher" angegeben hat?
Ich kann nicht erkennen inwiefern hier die gesellschaftliche Einstellung eine Rolle für die Rechtmäßigkeit oder Rechtswidrigkeit der Bilder sein soll. Wenn es zulässig war das Bild öffentlich zugänglich zu machen, dann ist es fürs erste noch immer zulässig. Nur weil man davon einen Nachteil hat, ändert sich daran nichts.

Was sollen das überhaupt für Bilder sein, bei denen öffentliches Interesse eine Rolle spielt? Ist Dir überhaupt klar, daß Du für die Beurteilung wichtige Informationen wegläßt? Worum soll es denn gehen?

Es gibt "gewandelte Überzeugung". Wenn die vorliegt kann man die Erlaubnis zurückziehen. Wenn man seine Überzeugung zum Rauchen geändert hat, muß man sich aber keine Sorgen wegen der Versicherung machen, denn dann gibt es keine halbwegs aktuellen Fotos auf denen man raucht. Aber selbst wenn, wenn man die Erlaubnis erteilt solche Fotos öffentlich zugänglich zu machen oder in Situationen raucht, in denen man auch ohne Erlaubnis abgebildet werden darf, ist man selber schuld, erst recht, wenn man sich betrügerisch betätigt.
mtx93 hat geschrieben:Das (ein Idiot) war und wird jeder sein, der glaubt gesellschaftliche Normen und Freiheiten lassen sich per Gesetz durchsetzen oder seien einfach zu beantworten.
Logisch, denn nur Rechte lassen sich durchsetzen. Wobei "durchsetzen" nicht bedeutet, daß man dafür sogen könnte, daß nicht gegen das Gesetz verstoßen wird. Freiheiten lassen sich nur durchsetzen sofern man ein Recht darauf hat, wobei dann wieder Recht durchgesetzt wird.

Geht es noch um öffentliches Interesse?

planta
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Beitrag planta » 18.06.2014, 12:33 Google muss Links zu sensiblen Daten entfernen

Hasenhuf hat geschrieben:
Geht es noch um öffentliches Interesse?
*lach*, sorry - aber hier scheint es mehr um Dein eigenes Interesse einer Definition zu gehen.

Meine ist dazu ganz einfach.
Was fremde Leute nichts an geht, ist auch nicht im öffentlichen Interesse.
Und was fremde Leute nichts an geht, bestimme ich privat, bzw. nehme mir doch glatt das Recht heraus das für mich selbst zu bestimmen.
Und das auch wenn ich Thomas Müller heissen würde.
Und was ich persönlich für privat halte, ist meine Sache, darüber diskutiere ich nicht, und will es auch nicht in Suchmaschinen finden.
Und wenn ich einen Kredit brauche, muss ich meine privaten Verhältnisse offen legen, das aber nur bei der entsprechenden Bank, und nicht beim Nachbarn. Also sind das keine öffentlichen Interessen, sondern die einer Bank und mir, zumindest solange ich die RAten zahle.
Hab ich mal Pech gehabt, Pleiten sollen vorkommen, hat das auch nur in den Verzeichnissen was zu suchen, die von Leuten eingesehen werden können, die davon betroffen sind.
Und wenn ich Krebs habe, ist auch das Privatsache, es sei denn ich gebe einer Zeitung wegen Spontanheilung ein Interview.
Nur weil es Suchmaschinen gibt, muss ich mich noch lange nicht zum Objekt "öffentlichen Interesses" machen lassen, nur weil das einem Spider gefällt und ein paar Glotzer meine Tumore sehen wollen oder sich dran aufgeilen das ich mal vor Jahren mein Holzhaus zwangsversteigern mußte.

So schwer kanns wirklich nicht sein. Schon mal was vom GG gehört?
Die Menschenwürde ist fassbar - oder war das anders?

mtx93
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Beitrag mtx93 » 18.06.2014, 16:48 Google muss Links zu sensiblen Daten entfernen

@Hasenhuf: Tja, du hast es nicht kapiert.

Du versuchst Antworten und Entscheidungen zu finden, wo es keine Eindeutigen gibt und "eine Seite" bevorzugen immer bedeutet eine andere zu benachteiligen.

Das ist übrigens eine kulturelle Sache - wir sind hier in unserer Kultur darauf gepolt das es die "richtige", "eine" Antwort gibt.

Zitat:

*lach*, sorry - aber hier scheint es mehr um Dein eigenes Interesse einer Definition zu gehen.
eine ist dazu ganz einfach.
Was fremde Leute nichts an geht, ist auch nicht im öffentlichen Interesse.
Und was fremde Leute nichts an geht, bestimme ich privat, bzw. nehme mir doch glatt das Recht heraus das für mich selbst zu bestimmen.
Und das auch wenn ich Thomas Müller heissen würde.
Und was ich persönlich für privat halte, ist meine Sache, darüber diskutiere ich nicht, und will es auch nicht in Suchmaschinen finden.


Tja, was ich dazu sagen... Du wirfst mir vor, es würde nur um MEIN Interesse einer Definition gehen. Und dann sagst du "Nur ich entscheide hier, wenn ich sage es ist privat, dann zählt nichts andere mehr".

Also - du hast nur einen Maßstab - deine Entscheidung. Du sagst, was privat ist oder nicht, das ist der einzige Maßstab.

Ok...

Dann erzählst du mir aber ein paar Sätze weiter etwas über Recht und Gesetz und wie wichtig es ist.

Das ist der Bullshit der Geschichte. Du alleine definierst und das Gesetz ist dazu da, deine Meinung durchzusetzen.

Wenn du übrigens das "privat" in dieser Post durch "Religion" oder "Islam" ersetzt, dann hast du übrigens schon eine anderes Problem unserer heutigen Welt ziemlich genau getroffen.

Wenn du wirklich glaubst, das DU das Private deines Lebens alleine definierst, dann bist du entweder ein Fall für die Couch oder du bist etwas zu viel allein vor dem Computer.

Privat bedeutet Familie, Frau, Kinder, Verwandte und viele, viele Probleme. Der saufende Vater, der gierige Erbschleicher, die Scheidung, die Pubertät der Kinder... Irgendwas aus der Liste des privaten Kabinetts des Horrors wird auch dich finden, meine Freund der einfachen Antworten. Und dann sind es im besten Fall schon zwei Singularitäten des Privaten, die sich um die Meinungshoheit streiten, weil Privat eben auch Zusammenleben bedeutet.

Da lassen wir dann mal die Randbereiche des Privaten wie Nachbarschaft oder Hobbies außen vor.

Privat - das ist fast immer eine Beschäftigung mit anderen Menschen, gewollt oder nicht. Und andere Menschen meint auch immer eine andere Meinung. Auch über die Definition was Privat betrifft.

Und ab da sind wir dann irgendwann bei Maschendrahtzaun und ähnlichem, wo dann in einer Art der irren Steigerung das Private (per se) das Private im Sinne von Eigentum trifft, was dann die Apokalypse des privat Privaten ist.

Ab da ist es auch wieder möglich, das Internet mal Internet sein zu lassen und den privaten Irrsinn mal ganz öffentlich bei RTL für ein nettes Handgeld zu vergolden.

Bei der miserablen Archivierung der Sender und den Wunsch des Zuschauers, diesen Mist nie wieder sehen zu müssen, ist die automatische Löschung sogar schon im Paket drin.

Eine der Gründe, warum diese ganze Diskussion eigentlich genau der gleiche nazistische Bullshit ist wie das Herumreiten um die heilige private Kuh selber.

Eine Verbindung muss es ja geben.

Die größte Lachnummer dieser Geschichte ist, angesichts der Inflation des belanglos privaten und seiner nazistischen Selbstdarsteller in allen Bereichen des medialen Lebens, das Google und die SERPS das private Bedrohen und irgendwas gewonnen ist, wenn Verweise daraus verschwinden.

Klar.

planta
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Beitrag planta » 18.06.2014, 17:28 Google muss Links zu sensiblen Daten entfernen

mtx93 hat geschrieben:
Du sagst, was privat ist oder nicht, das ist der einzige Maßstab.

Ok...



Eine Verbindung muss es ja geben.
Natürlich kann das nur der einzige Maßstab sein.
Wenn Du mir quasi vorwirfst ich lebe auf einem anderen Planeten weil ich ich meine Privatheit beanspruche und diese auch durchzusetzen gedenke, ist das einfach eine manipulative und vermutende Aussage oder Feststellung. Aber keine Meinung.
Politik heisst das Volk betreffend. Jedes Gesetz und jede Maßnahme von Gesetzes wegen ist eine ganz private Maßnahme letzendlich denn auf Maschinen werden diese nicht angwendet und Maschinen bestimmen nichts selbst, Daten von Maschinen sind nicht privat, die haben ein Typenschild, die kann man kaufen, verkaufen und als Sklaven missbrauchen.
Wie willst Du es haben, das andere Leute bestimmen was Du für privat halten darfst, welche Slipeinlage Du ab 70 benutzen darfst, welches Shampoo, welches Fleisch, wo Du wohnst, mit wem Du sprichst? Oder willst Dir einen Rat aus Verzeichnissen holen um Deine "öffentliche" Meinung über jemanden zu zementieren, ohne mit ihm je zu sprechen?

Also nochmal, private Daten und privates Leben ist ein Grundrecht, und das nehme ich wahr, so ist es auch der Maßstab an sich. Auch in Familien- und anderen Netzwerken, auch gegenüber den Lehrern meiner Kinder und allen anderen gegenüber denen ich im gesellschaftlichen Leben verpflichtet bin.
Es gibt Dinge die niemanden was angehen, dazu gehören olle Kamellen in Suchmaschinen, in anderen Datensammelstellen, in sogenannten sozialen Netzwerken, die gerne meine Klorolle "geteilt" hätten, um den Weichegrad des neuen Toilettenpapiers zu eruieren.
Wer hier gerne einen Paradigmenwechsel hätte, das sind andere, und zwar Leute und Firmen auf die man tatsächlich ein öffentliches Auge richten sollte.
Mal den eigenen Balken im Auge betrachten?

mtx93
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Beitrag mtx93 » 18.06.2014, 18:58 Google muss Links zu sensiblen Daten entfernen

@planta,...: Ich rede wohl in Zungen... Und: Über was redest du/ihr gerade?

Es gibt kein Recht der Löschung des Privaten oder das du darüber bestimmen kannst in den Medien... Genau DAMIT ist der Kläger ja gescheitert und hat dann als Zweitversuch Google verklagt. Das Urteil sagt explizit das es nur über die weiterreichende "Ersuchbarkeit" und die erweiterte Öffentlichkeit durch die SE's geht.

Was immer Privates irgendwo auf einem Blog oder was auch immer steht und nicht illegal ist, bleibt auch da!

Deine Klobrille im Internet ? Aber ja doch. Und deine Privatsphäre interessiert dann keine Sau. Darum geht es gerade ja.

Weil... Solange deine Klobrille nicht eines dieser Transformern ist und Nächtens ein Selfie mit deinem Handy geschossen hat gibt es wenig Möglichkeiten, das die Klobrille einfach so ins Internet kommt. Die bleiben in der Regel in der Wohnung.

Ich gehe mal davon aus, das keine Einbrecher oder der Klempner nebenbei mal ein Bild davon macht. Das warst also entweder du oder jemand aus deinem privaten Umfeld.

Ab dem Punkt ist das keine Frage von Privat sondern von Urheberrecht oder ähnlichen. Das heißt, das Bild ist da nicht ohne Gründe. Diese Gründe sind entweder legal oder illegal.

Illegal hat meist nichts mir Privat zu tun sondern mit grundsätzlichen Verletzungen der Privatsphäre, Copyright o.ä.

Das heißt die Erstellung oder die grundsätzliche Veröffentlichung war illegal oder der Nutzer des Medium hat keine Rechte es zu nutzen. Das gilt auch für komische Bilder. Bei Medien greifen viele andere Rechte wie Copyright, Trademark oder was auch immer. Und die hat Google per DMCA schon immer gelöscht.

Ich bitte euch, dieses Forum ist voll von Beispielen von abgemahnten Seiten, die ein Thumbnail zu viel auf der Seite hatten. Bei dem Server aus der Ukraine gehts es dann wieder per DMCA.

Aber wenn es legal war, wie auch immer - dann gibt es kein Recht auf Löschung weil Teil deiner Privatsphäre! Das gibt es nur in eurer Fantasie, Leute.

Und ehrlich - wir sind hier nicht doch nicht bild.de oder gutbürger.net.

Wir sind hier ein SEO Forum und ihr solltet zumindest grundsätzlich Wissen, wie dämlich die Idee ist, das du deine Klobrille aus dem SERPS bekommst, ohne das du die Source löschen oder anzeigen kannst.

Dir gelingt es, die Seite mit dem Bild aus Google per Privatrequest zu löschen? Ja und?

Ich schreibe einen neuen Artikel, der über eine Klobrille von dir schreibt, die aus Google verschwunden ist und Linke dahin.

Neue Keys, leicht verändert... Neue URL oder Domain..
Ihr habt schon verstanden in der Zeit die ihr in diesem Forum verbracht habt, das Google und die anderen SE's mehr oder minder eine primitive syntaktische Linksammlung ist, über die ein paar Algos laufen?

Irgendwelche semantischen Tricks gibt es nicht, Google hat keine Ahnung ob der Content eines neuen Links da irgendwie mit dir in Bezug steht und kann auch nicht alles Löschen was irgendwie dahin Hotlinked.
Das sind Tragträume wie in 2035 vielleicht mal das Internet funktioniert.

Und Google löscht keine globalen Suchkeys ala alle "Martha Mustermann Klobrille". Weil dein Name nicht Privat ist weil nicht Unique. Das funktioniert nur mit ein eindeutigen Key wie deiner Versicherungsnummer o.ä.. Aber du möchtest vielleicht nicht allen Content im Internet der Bezug zu dir hat mit einem eindeutigen Key dir zuordnen. Dann aber wäre es machbar.

Du glaubst du bekommst irgendwas aus den SERPS raus, was ich drin haben will? Oder jemand, der ein Klobrillenproblem mit dir hat?

Jetzt mal ehrlich - wir können das Probieren.
Mach ein Bild von deiner Klobrille und ein Artikel dazu...
Gehostet auf einer neutralen Seite die im indizierbar bleibt.
Dann versuchst du, das Ding aus den SERPS verschwinden zu lassen (ohne die Source zu löschen oder ala noindex zu verändern) und das Forum hier, es drin zu behalten. Klobrille ganz Privat.

planta
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Beitrag planta » 18.06.2014, 19:33 Google muss Links zu sensiblen Daten entfernen

mtx93 hat geschrieben:@planta,...: Ich rede wohl in Zungen... Und: Über was redest du/ihr gerade?


Jetzt mal ehrlich - wir können das Probieren.
Mach ein Bild von deiner Klobrille und ein Artikel dazu...
Gehostet auf einer neutralen Seite die im indizierbar bleibt.
Dann versuchst du, das Ding aus den SERPS verschwinden zu lassen (ohne die Source zu löschen oder ala noindex zu verändern) und das Forum hier, es drin zu behalten. Klobrille ganz Privat.
Nu komm, so umständlich habe ich mich doch garnicht ausgedrückt :)
Nein, siehst Du genau das tue ich nicht. Und das ist mein Recht. Ich habe das Recht solche Dinge zu unterlassen. Und wenn ich mal so blöde war, so einen Artikel zu posten, habe ich das Recht etwas löschen zu lassen. Nicht mehr und nicht weniger sagt dieses Urteil. Und wenn andere Stellen das (noch) nicht so sehen wollen, kann ich mich drauf berufen und ggfl klagen, egal gegen welchen "Sammeldienst" das nun ist.
Ob das eine Sysiphusarbeit ist, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Aber das Recht besteht - und eben nicht nur mehr bei Copyrightgeschichten.
Das ist eine ganz andere mentale Ausgangssiuation für einen Prozeß (was jede Gesetzgebung ist) als zu sagen, "sowieso zwecklos".

mtx93
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Beitrag mtx93 » 18.06.2014, 21:02 Google muss Links zu sensiblen Daten entfernen

Nein, das steht nicht im Urteil.

Du hast das Recht, einen SERP Eintrag und die damit verbundene Seite aus den Suchergebnissen von Google entfernen zu lassen. Technisch unterbindest du die Anzeige des Eintrages. Den Google kann den nicht einfach vergessen, Google muss sich den merken. Technisch, weil Google wissen muss, was entfernt wird und nicht wieder auftauchen darf.

Rechtlich, weil es ja sein, das du lügst. Oder ein Gericht später entscheidet, das der Artikel OK ist, weil 2 andere Dargestellte ein Recht habe, dargestellt zu werden. Weil eben Information selten immer nur über ein und nur ein bestimmtes Subjekt ist. Und es kein Katalog ala das ist privat, das nicht, das öffentlich... Gleich mit einer rechtlich und gesellschaftlich eindeutigen Gewichtung.

Mach dir doch klar das "dein Privat" nicht über alle anderen Aspekte stehen. Und es vor allem doch eher selten Eindeutig ist in Sachen Information.

Sowas gibt es nicht. Und DARAUF reite ich die ganze Zeit rum

Das ist in der Mehrzahl der Fälle reine Ansichtssache und du kannst davon ausgehen das wir bald eine Gegenbewegung sehen werden, die Leute verklagen, die Links haben löschen lassen, die "Besitzer" des Eintrages aber ein Recht auf Darstellung durchsetzen wollen.

Den die Seiten selber sind noch da und ihre Ersteller auch - und die werden nicht glücklich sein, das du da ihre Seiten aus dem Index nimmst.

Dir ist klar: Wenn du Seite XY mit was auch immer von dir Löschen lässt, der aber dagegen klagt und gewinnt ... Sollte z.B. ein wirtschaftlicher Schaden durch den Deindex entstanden sein, dann wird es interessant. Du kannst davon ausgehen, das du dann zahlen darfst. Aber 100%.

DAS ist z.B. das Problem mit dem Zivilrecht. Und ein wichtiger Unterschied zum Strafrecht, wo der Staat der Kläger ist.

Im Klartext: Erst einmal füllst du das Ding aus. Und Google reagiert. Da ist erstmal kein Gericht oder irgendwas involviert. Das Problem ist: Damit ist die Sache nicht beendet.

Die Seite ist noch da. Der kann sie neu verlinken. URL ändern. Oder dich einfach verklagen.

Ihr alle geht davon aus, das ihr einfach so, ohne das sich daraus irgendwelche Verantwortungen ergeben, das Recht habt zu entscheiden eine Seite aus Google zu kicken. Weil ihr eure Privatsphäre verletzt seht. Und das war es dann.

Das Facebook & Co das in der Regel egal ist, sollte klar sein. Eurer bescheuerter Nachbar aber, der eh immer Stress macht und mit dem du im Krieg bist... Dem löscht du einfach so seinen Blog Artikel aus Google weil was privates über dich drin ist und gut? Mein Recht, Basta?

Na, viel Spaß damit. Gerade im Zivilklageland Deutschland.
Hint: Wer bezahlt selbst bei einer Schlichtung deinen Anwalt?
Und gegebenenfalls den Gutachter?

Es ist leider eine hässliche Seite der Zivilprozesse, das man damit jemand zeitlich und finanziell madig machen kann, auch wenn es nicht um wirklich etwas geht oder Dinge nicht eindeutig sind.

Wer genug Grund hat, komische Dinge über dich im Internet zu posten wird sich diese weitere Gelegenheit dir einen reinzuwürgen ganz sicher nicht entgehen lassen.

Das ist nur EIN Rattenschwanz, der an dieser ganzen Nummer dran hängt.

Und nein - das ist dann nicht Googles Problem. Die sind vom Gericht verpflichtet es so zu tun. Wenn es falsch war, sind die fein raus - der Löscher ist dann am Arsch nicht Google.

Nachtrag: Falls das nicht klar rüber gekommen ist - Das Urteil des EUGH kollidiert in Teilen mit dem Grundgesetz Artikel 5.

Da ist klar formuliert: "Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. "

Der Punkt ist das "zu verbreiten" und "sich aus allgemeinen zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten".

Das die SE's, die ja letztendlich DIE allgemein zugängliche Quelle für Information ist, im EUGH extra behandelt werden wird früher oder später eh vor dem Verfassungsgericht landen.

Es sollte jedem klar sein: Im Zweifel hat das Grundgesetz Gültigkeit und nicht ein schwammig formuliertes Recht auf private Löschung eines EU Gerichts.

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