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Koalition möchte Suchmaschinen reglementieren

Hier findest Du News aus der SEO-Welt.
planta
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Beitrag planta » 01.01.2014, 12:42 Koalition möchte Suchmaschinen reglementieren

SloMo hat geschrieben:Fehlender Inhalt lässt sich nicht mit vielen Worten ausgleichen. So ein unnützes Trollfeuer. Laberrhababer.
Wird schon stimmen :)

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Hasenhuf
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Beitrag Hasenhuf » 01.01.2014, 18:11 Koalition möchte Suchmaschinen reglementieren

planta hat geschrieben:Solange man in Deutschland und Europa der Meinung ist, das alte Nazi-Paragraphen wie "Feindsender hören", noch ihre Gültigkeit haben,
Bitte was?
planta hat geschrieben:Google hat sich redlich das Monopol einer einigermaßen unzensierten weltweiten Suchmaschine verdient,
"Redlich"?
planta hat geschrieben:Also genau die Freiheit die man braucht um eine konkurrenzfähigen Dienst zu google rauszubringen.
Unlautere Vorteile auszunutzen ist keine Konkurrenzfähigkeit. Nimm google diesen Vorteil und als Vorteil bleibt nur der Vorsprung.
planta hat geschrieben:...
Es gibt Dinge auf die kann man nicht sinnvoll eingehen.
SloMo hat geschrieben:Das Internet hat erst ein derartige Monopol auf Information ermöglicht, ...
Das kann ich nicht ansatzweise nachvollziehen.
blondes-gift hat geschrieben:
Eric78 hat geschrieben:
Hasenhuf hat geschrieben:-
Eine GEZ-finanzierte Suchmaschine wäre der Ausweg, kommt mir gerade in den Sinn.
Die ist aber wenigstens schon bezahlt. ;-)
Für den Nutzer schon. Um Deine Seite eintragen zu lassen musst Du aber:
- Gebühren für den Eintragsantrag bezahlen.
- Ein Gutachten über die gerechtfertigte Position einreichen. Du bezahlst den GEZ-zertifizierten Gutachter. Natürlich für jeden Suchbegriff einzeln.
- Jedes Jahr musst Du ein neues Gutachten vorlegen.
- Ist ein Mitbewerber nicht einverstanden mit dem Ranking, dann werden zu dem strittigen Suchbegriff bis zum Ende des Verfahrens keine Ergebnisse angezeigt.
- Du musst Nachweise, dass Du die nötige Sachkunde zu Deinem veröffentlichen Thema hast, nachweisen.
Passt das Theme nicht in das behördliche Raster, dann darf es nicht veröffentlicht werden.
-...
Dafür kann ich keine Notwendigkeit erkennen. Wobei Gebühren für kommerzielle Dienste eine Überlegung wert sind, lohnt sich wegen des Verwaltungsaufwands aber vermutlich nicht.

swiat
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Beitrag swiat » 01.01.2014, 23:42 Koalition möchte Suchmaschinen reglementieren

Lothar M. hat geschrieben: Die deutsche Regierung einigte sich am Dienstag darauf, dass Suchmaschinen wie Google künftig Suchergebnisse "diskriminierungsfrei" anzeigen müssen. Damit dürfen sie etwa keine eigenen Reiseportale oder zahlende Kunden bei der Anzeige von Suchergebnissen mehr bevorzugen. Dies gilt als ein Geschäftsmodell großer Suchmaschinen.
Daran erkennt man mal wieder das die Geschäftsführung der BRD GmbH von nichts etwas versteht außer vom geld zum fenster rauswerfen und von Abzocke.

Google wird das einen Dreck interessieren was deutsche Hohlbirnen in Berlin so fordern

Gruss
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planta
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Beitrag planta » 02.01.2014, 09:46 Koalition möchte Suchmaschinen reglementieren

Hasenhuf hat geschrieben:
planta hat geschrieben:Solange man in Deutschland und Europa der Meinung ist, das alte Nazi-Paragraphen wie "Feindsender hören", noch ihre Gültigkeit haben,
Bitte was?
Auch Du bist ein "Mitstörer", wenn Du Deinen Sohn nicht beaufsichtigst das er nicht olle Kamellen aus dem Internet lädt.
Auch Du bist ein "Mitstörer" wenn Du irgendwas zugänglich machst, was anderen nicht paßt.
Auch Du bist ein "Mitstörer" wenn Du nicht genehmigte Radiosender betreibst, daher stammt dieses Machwerk.
planta hat geschrieben:Google hat sich redlich das Monopol einer einigermaßen unzensierten weltweiten Suchmaschine verdient,
"Redlich"?
Ja natürlich, oder nutzt Du diese Suchmaschine nicht?
Was ist redlich? Ein Angebot machen was 95% nutzen. oder wie willst Du redlich legitimieren? Per Gesetz, wenn die eine Redlichkeit dem anderen nicht paßt, oder dem einen Land die andere Redlichkeit im anderen Land nicht paßt?
planta hat geschrieben:Also genau die Freiheit die man braucht um eine konkurrenzfähigen Dienst zu google rauszubringen.
Unlautere Vorteile auszunutzen ist keine Konkurrenzfähigkeit. Nimm google diesen Vorteil und als Vorteil bleibt nur der Vorsprung.
*schmunzel*, dann nimm doch diesen "unlauteren" Vorteil, bau was Ähnliches! Wir leben in einem marktwirtschaftlichen System, oder habe ich da was verpaßt? Kann ja sein.
planta hat geschrieben:...
Es gibt Dinge auf die kann man nicht sinnvoll eingehen.

Stimmt, nennt man auch Meinungsfreiheit, bei google gibt es viele sinnfreie Dinge, die für andere wieder Sinn machen.
SloMo hat geschrieben:Das Internet hat erst ein derartige Monopol auf Information ermöglicht, ...
Das kann ich nicht ansatzweise nachvollziehen.

Ich auch nicht. Das Internet sind Leitungen und Anschlüße, und nicht nur das WWW. Aber das WWW muß kontrolliert werden, denn da gibts Bilder, Videos und den Kommerz - und die eigene Moral.
Es gibt auch ein Internet abseits davon. Aber sobald das in den Focus rückt, weils Geld bringt, ist es vorbei.
Hinter jedem "Internet"-Computer sitzt ein Mensch. Ein Computer ist eine Maschine, eine Maschine, ein Werkzeug, ein Speicher. Alles was da kontrolliert wird oder werden soll sind die Menschen dahinter.
Das Internet ist keine Blackbox, wer das erkannt hat, macht die Kohle - und Monopole wenn andere der Informationsgesellschaft mit einem Öl-Kännchen folgen um Pfründe und Staatsräson zu sichern.
Google wird das einen Dreck interessieren was deutsche Hohlbirnen in Berlin so fordern
Genauso siehts aus.

Lothar M.
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Beitrag Lothar M. » 02.01.2014, 13:25 Koalition möchte Suchmaschinen reglementieren

Google wird das einen Dreck interessieren was deutsche Hohlbirnen in Berlin so fordern
Kann schon sein.
Aber euer Gejammere über die Politik ist einfach geistlos. Der Staat hat Regeln (Gesetze) zu machen die Wettbewerb ermöglichen und Monopolisten auf die Finger zu hauen. Der Staat hat die Pflicht seine Bürger vor Datenklau und Ausschnüffeln zu schützen zumal wenn das privatwirtschaftliche (US)Firmen betreiben.
Die meisten hier im Forum denken neoliberal heißt der Markt wird es schon richten. Falsch!
Und ja google fb amazon apple wagen es auf der Grundlage von US-Gesetzen und US-Recht überall (auch in Deutschland) ihre Geschäfte zu machen. JA das ist unerhört! Geh mal als deutsche Firma in die USA und gründe eine Niederlassung und versuche Geschäfte zu machen Hach das wird extrem schwierig weil du zinn mögliche Vorschriften beachten mußt klar der US-Staat schützt seine Unternehmen vor Konkurrenten.
Das Internet ist kein Wirtschaftsraum ohne Gesetze und Grenzen Da muß die Politik langsam aufwachen und Balken einziehen.

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planta
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Beitrag planta » 02.01.2014, 14:06 Koalition möchte Suchmaschinen reglementieren

Lothar M. hat geschrieben:
Google wird das einen Dreck interessieren was deutsche Hohlbirnen in Berlin so fordern
Der Staat hat die Pflicht seine Bürger vor Datenklau und Ausschnüffeln zu schützen zumal wenn das privatwirtschaftliche (US)Firmen betreiben.

Das Internet ist kein Wirtschaftsraum ohne Gesetze und Grenzen Da muß die Politik langsam aufwachen und Balken einziehen.
"Der Staat" tut das aber nicht.

Das "Internet" ist überhaupt kein Wirtschaftsraum, sondern die Maschinen, die Programme, die Daten und die Leuts und Firmen dahinter, egal welcher Nationalität.

Wenn ich Wettbewerb schützen und nicht verhindern will, kann ich entweder einen alten Donnerbalken mit entsprechendem Gestank "einziehen", oder ich kann tatsächlich Wettbewerb zulassen, und zwar für alle, nicht nur für ein paar Staats- und Globalplayer, während man die eigenen Bürger dem nicht vorhandenen Datenschutz und einer Industrie zum Fraß vorwirft.

Man hat in diesem globalem Netzwerk nur 2. Möglichkeiten, entweder man ist offen (und muss so auch mit Dingen leben, die manchem nicht gefallen), und kann sich auch dem internationalem Wettbewerb stellen, oder man macht die Schotten so dicht, das nichts mehr rein und raus kommt. Da würde mich dann doch interessieren, wie man das als Exportnation verwirklichen will.

Man kann für diesen Wettbewerb, so er denn stattfinden soll, auch nur international agieren lassen. Und hier ist Deutschland schlicht und einfach tiefste Provinz. Tiefste Konsumer-Provinz mit Nachbarschaftskontrolle, die sich dann auch noch beschwert das bestimmte vorhandene Bedürnisse, was Informationen, und was Suchmaschinen ja nun mal auch sind, von anderen Ländern bereit gestellt werden. Und die sich noch glatt erdreisten so zu wachsen, weil die Nutzer diese Arbeit anerkennen und nutzen.
Und zwar soweit nutzen, das noch nicht mal das Kartellrecht greifen kann, weil es gar keine Konkurrenz in dem Sinne gibt.
Was will die Politik machen? Google sperren, wenn die Werbung nicht paßt?
Ist das dann Wettbewerb?

Cognac
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Beitrag Cognac » 02.01.2014, 16:36 Koalition möchte Suchmaschinen reglementieren

Lothar M. hat geschrieben: Und weil google dadurch Werbeeinnahmen verliehrt. Hurra der Monopolist kriegt endlich mal eins auf die Glocke. Das wollen wir doch alle - oder nicht?
Öhm, nein. AdWords ist sehr viel bequemer und besser als andere Werbeformen für mich als Agenturler ;)
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SloMo
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Beitrag SloMo » 02.01.2014, 22:10 Koalition möchte Suchmaschinen reglementieren

Hasenhuf hat geschrieben:
SloMo hat geschrieben:Das Internet hat erst ein derartige Monopol auf Information ermöglicht, ...
Das kann ich nicht ansatzweise nachvollziehen.
Gab es vor dem Internet ein vergleichbares Informationsmonopol, in dem ein Unternehmen 2/3 aller Suchanfragen weltweit beantwortete? Nein, das ist erst durch das Internet möglich geworden. Was gibt es denn daran nicht zu verstehen?

Es hat mit der Zentralisierung von Information und der Geschwindigkeit dieser Entwicklung zu tun. Unsere Gesellschaft wurde überrumpelt und ist inzwischen evtl. gar nicht mehr in der Lage, ein Problembewusstsein zu entwickeln. Wir nutzen es und vertrauen blind. Und wehe einer hegt noch Zweifel, denn das Internet ist der Inbegriff von Freiheit und Fortschritt. Wer daran zweifelt, wird von Digital Naives [kein Schreibfehler!] immer als rückständig abgestempelt.

planta
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Beitrag planta » 03.01.2014, 01:23 Koalition möchte Suchmaschinen reglementieren

Du verwechselst da einiges.
Das Internet gabs vor Google.
Davor gabs einige, auch deutsche Suchdienste. Die verschwanden zuerst, weil man die Webmaster erstmal zum "Störer" gemacht hat.
Einen kenne ich noch, der hat jeden Tag einen Stapel gelbe Post bekommen, welche Seiten er gefälligst zu löschen hat. Wenn nicht, dann (damals noch DM) auf Konto sowieso.
Die Poliitk hat schön den Kopp in den Sand gesteckt und gemeint son paar Stoppschilder auf der Datenautobahn müßte doch funktionieren.
Von wegen überrumpelt, ins Erdloch verkrochen, Jeuster kriminalisiert (alles Raubkopierer) und heute rufen oh Monopol, geht nicht.
Dabei denken heute noch die meisten, der Kelch wird schon vorrüber gehen.
Das ist wirklich naiv.

Aber das "Beste" daran, es interessiert den User nicht wirklich, der tippt halt ne andere Adresse ein, schade nur um die vielen schönen angenehmen Arbeitsplätze. Die hat das nämlich gekostet, und kosten es noch. Dafür zahlen die Deutschen auch noch GEZ.
So hat eben jeder seinen Wettbewerb den er sich redlich verdient.
Im Bereich der Suchdienste eben keinen.

Lothar M.
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Beitrag Lothar M. » 03.01.2014, 02:18 Koalition möchte Suchmaschinen reglementieren

Ach @planta
du bist interessiert sonst würdest du ja nich posten. Empfehlung: lies mal paar Bücher zu diesem Thema einfach mal bilden. Da gibt es einiges auf dem deutschen Buchmarkt. Hier laberaberlaber hilft nichts machs kurz und schreib welche Lösung dir vorschwebt.

planta
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Beitrag planta » 03.01.2014, 08:06 Koalition möchte Suchmaschinen reglementieren

Lothar M. hat geschrieben:Ach @planta
du bist interessiert sonst würdest du ja nich posten. Empfehlung: lies mal paar Bücher zu diesem Thema einfach mal bilden. Da gibt es einiges auf dem deutschen Buchmarkt. Hier laberaberlaber hilft nichts machs kurz und schreib welche Lösung dir vorschwebt.
Hehe, tja - DIE Lösung gibts leider nicht, deswegen rufen doch alle nach dem Staat, der wirds schon richten. Der hat sich seine Schäfchen schon gut erzogen.

Das mit den Büchern, ja eine gute Idee, heute kann man ja seinen Bücherschrank mitnehmen. Auch ein Markt von dem man hätte sich ein Stück abschneiden können, aber statt dessen braucht man ja nur Verpackungs- und Versandkünstler, die für vernünftige Arbeitsbedingungen streiken (Hut ab).

Einfach mal bilden, genau, gebe ich gerne zurück. Bildung kommt von bilden, etwas bilden, etwas bauen, etwas machen, etwas aufbauen.
Bildung ist ein Prozeß. Und Prozesse analysieren, Schlüsse ziehen, daraus etwas Neues ausbilden, das ist Kreativität die das Netz braucht, und das wäre auch sowas wie Wettbewerb und Marktwirtschaft.
Das Internet kenne ich noch ohne WWW - und huch, ohne Google. Das www. ist nur im Grunde eine Subdomain die ein Protokoll anspricht, aber das ist das was heute allgemein darunter verstanden wird.
Es ist aber nur ein Teil dessen was möglich ist.
Nur mit Selbstgefälligkeit und "gib mir die Lösung", oder "bilde dich mal", werden noch viele Schwärme lange für ein Monopol arbeiten.
Das ist genau die "Spezies" der Untertanen, die sich gerne führen lassen, weil man doch immer so gerne "überrumpelt" wird.
Es gibt Millarden, und nochmals Millarden Dokumente auf der Welt.
Vielleicht findest Du ja dabei eines was Dich zufrieden stellt und Dir eine Lösung präsentiert, aber bitte kostenlos und legal.

Nunja, mein Urlaub ist vorbei, war mal wieder ganz nett für nen alten Mann :)

SloMo
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Beitrag SloMo » 03.01.2014, 08:35 Koalition möchte Suchmaschinen reglementieren

planta hat geschrieben:Du verwechselst da einiges.
Das Internet gabs vor Google.
Natürlich gab es das, ich nutze es seit ca. 1992 und es ist noch viel älter. Google hat zum Beispiel die Usenet-Archive aufgekauft und mit Google-Groups ins WWW integriert. Usenet hatte nichts mit WWW zu tun. Google ist auch Email-Provider. Email hat nichts mit WWW zu tun, aber sie haben auch diesen Internetkanal besetzt. Ich schreibe ganz bewusst vom Internet! Genau deshalb bist Du ein Digital Naive. Weil Du glaubst, Google wäre eine Suchmaschine.

Jedes erfolgreiche Unternehmen hat eine große Vision, die zwar unrealistisch sein kann, aber die alle Schritte des Unternehmens beeinflusst. Google hat das Ziel, selbst zum Internet zu werden und das Internet in die reale Welt zu explodieren und damit selbst die Welt zu werden. Android, Glass, Roboter, KI, Now, Plus, bitte beliebig fortführen. All das bringt die Welt ins Internet und das Internet in die Welt.

Wenn man solche Machtstellungen als gerechtfertigt und zulässig einfach hinnimmt und wachsen lässt, könnten Sie irgendwann sagen: "Wir bestimmen! Wenn Ihr das nicht wollt, schalten wir Euch ab." - ich finde, diese Macht gehört nicht in die Hände eines Konzerns! Wie groß und einflussreich muss ein Konzern wohl sein, um nicht mehr an geltendes Recht - vielleicht sogar Völkerrecht - gebunden zu sein?

Es gibt da doch diesen Spruch von der Merkel: "Das Internet ist für uns alle Neuland". Darüber hat die Online-Community ausgibig gelacht und nicht begriffen, dass die Merkel wenigstens weiß, dass sie das Thema mit all seinen Auswirkungen noch nicht ganz begriffen hat. Die Online-Community glaubt, sie kenne das Internet und hätte es begriffen. Das sind übrigens Leute wie Du, die Google für eine Suchmaschine halten. Was ist besser, Vorsicht oder Nachsicht? Aktiv mitgestalten oder gutgläubig konsumieren?

superolli
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Beitrag superolli » 03.01.2014, 09:30 Koalition möchte Suchmaschinen reglementieren

SloMo hat geschrieben:Das sind übrigens Leute wie Du, die Google für eine Suchmaschine halten.
Dem ist nichts hinzuzufügen!!

planta
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Beitrag planta » 03.01.2014, 11:13 Koalition möchte Suchmaschinen reglementieren

SloMo hat geschrieben:
planta hat geschrieben:Du verwechselst da einiges.
Das Internet gabs vor Google.
Das sind übrigens Leute wie Du, die Google für eine Suchmaschine halten. Was ist besser, Vorsicht oder Nachsicht? Aktiv mitgestalten oder gutgläubig konsumieren?
Na endlich kommen wir dem Kern der Sache ein wenig näher.
Gutgläubig konsumieren, sich die Dinge abnehmen lassen, statt selbst zu gestalten und zu bilden, im Wortsinne.
Das hat diesen Konzern zum Monopolisten gemacht. Weil es eben andere NICHT gemacht haben, und sich mehr Sorgen über z. B. Pornobildchen und Musikstücke gemacht haben.
Die Krönung kommt noch, man ist nicht mal in der Lage seine politische Kreativität zu nutzen, um auch Steuern zu kassieren. Das geht auch wieder nur beim "kleinen Neuländer". Dem das Geld für amazon noch aus der Tasche gezogen wird, und der sich dazu von einer unterirdischen Juristenzunft abziehen läßt.
Deshalb interessiert es so einen Konzern eben auch einen geringen Dünnpfiff ob eine GroKo jetzt Barrierfreiheit oder Barrieren beschließt.
Das einzige was diesen Moloch interessieren würde, ist eine echte Konkurrenz.
Und die kann nur entstehen, wenn der User sich davon einen echten Mehrwert verspricht. Aber der User interessiert irgendwie nicht bei der Sache, zumindest gefühlt nicht. Es gibt auch nicht sowas wie eine "Online-Kultur", das hat Zuckerberg erkannt und wieviel Millarden hat er inzwischen eingeheimst?
Hätte Zuckerberg so einen Dienst in Neuland aufziehen können?

Es ist die eine Sache sich über Monopole aufzuregen (ist ja auch berechtigt), aber die andere Sache ist auch die, diese erst hochkommen zu lassen, weil man dem Weltgeschehen mit einem löcherigen Laddezaun begegnen will, und beim Tor öffnen feststellt, huch der Acker wurde ja neu bestellt, das Internet ist gar kein Radio, aber egal, wir sind "geschützt".
Mit dieser Online-Philosophie ist man eben nur ein Spielball, kein Gestalter, keine Bildender, kein Kreativer, sondern nur ein "dummer" Konsument, der gefälligst zahlen soll.
So viel "Neuland" konnte das also für Madame Merkel garnicht sein.
Es ist genau das was die Politik seit Jahren macht und forciert. Sie verteilt nicht nur die monetären Ressourcen nach oben um, auch Innovation, Bildung (building) und Kreativität.
Wettbewerb sieht anders aus. Und das bei den Speicherpreisen, ein V-Server kostet doch so gut wie nichts.

Wie soll das in Zukunft aussehen? Wettbewerb nur für Medienkonzerne, die sich vielleicht den Markt mit 3 Playern aufteilen? Und dann wieder ein "Antitrust" Gesetz?
Oder doch lieber den Politikern ein bischen Feuer unterm Hintern machen, und seine Informationsfreiheit, seine Meinungsfreiheit, seine informelle Selbstbestimmung (ja auch Sex sells) und tatsächlich Datenschutz (man muss auch anonym seine Meinung sagen dürfen) einfordern?
Inzwischen mauern die Behörden ja sogar beim sogenannten Informationsfreiheitsgesetz. Nach dem Motto, wat denn, du willst wissen was über dich alles wo gespeichert ist? Noe, könnte ja mein Name drin vorkommen oder meine Entscheidungen hinterfragen, vor allen auch die der Geheimdienste. Und überhaupt, wenn de nix zu verbergen hast ...
Letzteres war im übrigen ein nettes Feature im 3. Reich, hat mir mein Vater öfter erzählt, als man doch damals als junger Mensch versuchte zu hinterfragen.
Also ein (welt)weites Feld, welches mit irgendwelchen Verordnungen nicht zu bewältigen ist, bzw. man sich keine Monopole vom Hals schafft. Im Gegenteil, dadurch gibts noch mehr.
Da helfen auch keine Buchempfehlungen oder sonstige "Ratschläge" fürs eigene Ego, da hilft nur auch seine Offline-Rechte einzufordern, oder sich derer überhaupt bewusst zu werden. Um damit auch tatsächlich Online gestalten zu können - und zu wollen.
Online ist die Masse der Nutzer mit all den menschlichen Befürfnissen, nicht das "Internet", das sind nur Maschinen, Protokolle, Dateien, Programme und Leitungen, also vernetzte Werkzeuge.
Werkzeuge die jeder autodidaktisch nutzen kann, für die nicht mal eine "Gema-Vermutung" geltend gemacht werden kann. Werkzeuge kostenlos um selbst eine Suchmaschine zu bauen, selbst einen E-Mail-Dienst aufzusetzen, selbst Online zu publizieren, selbst Dienste schaffen die andere Nutzer wollen und durch Nutzung honorieren.
Das Internet ist ein kostenloser Selbstbedienungsbaumarkt.
Noch nie gabs soviel kostenloses Gründungskapital, und was passiert im deutschen Onlinemarkt?
Hilfe! Monopole! Während Arbeiter die dem Monopolnutzer die Monopol-Klamotten nähen und die Monopol-Ipads zusammenschrauben, in ihren Fabriken verbrennen, der deutsche Nutzer bekommt seine Abmahnung, weil alles "Neuland" ist.
Aber bitte Barrierefrei *lol*.

Hier Balken ins Netz einziehen zu wollen, ist wie Schienen ins Hirn nageln.

Na gut, werd mal wieder was arbeiten, das E-Buch muss fertig werden.

Lothar M.
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Beitrag Lothar M. » 03.01.2014, 20:20 Koalition möchte Suchmaschinen reglementieren

@planta
deine sehr wortreiche Beschreibung des Problems kann ich größerenteils akzeptieren - aber wo ist denn nun dein eigentlicher Vorschlag zur Lösung??

Mein Ansatz ist der Staat (also die Politik) Es müssen neue Gesetze mit entsprechenden Sanktionen her. Der andere Ansatz alles dem freien Markt zu überlassen ist mm.falsch.

In Deutschland gilt deutsches Recht. Wenn google fb usw. Dienstleistungen anbieten (in deutscher Sprache) dann müssen diese nach deutschem Recht konform sein ( jetzt machen die das nach US-Recht.) Gesetzesverstöße müßten mit empfindlichen Strafen sanktioniert werden. Steuern müssen abgeführt werden, Schnüffelei muß unterbleibt. Das macht dann die NSA sowieso noch. Aber Firmen dürfen das nicht!!!
Die meisten sagen haa das Internet ist sozusagen ein staatenübergreifender Freiraum. Da kann/soll man nicht eingreifen.
Ich denke man muß eingreifen in unser aller Interesse.

Wie das rein völkerrechtlich ist weiß ich nicht. Da wäre die Frage ob man google & Co. dazu rechtlich zwingen kann. Aber dafür gibts Staatsrechtler, die können das untersuchen.
Das kein Mißverständnis entsteht ich rede über Userdatensammeln und Steuerrecht. Ich würde nie soweit gehen wie China oder der Iran die Teile des Internets einfach rausfiltern.
Also der Politik in den Hintern treten daß da endlich was passiert!

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