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2 Werbeanzeigen sinnvoll vergleichbar machen

In dieses Forum schreibt Ihr Eure Beiträge zu Social Media & Content-Marketing.
JulianBu
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Registriert: 20.04.2020, 22:39

Beitrag JulianBu » 20.04.2020, 23:00 2 Werbeanzeigen sinnvoll vergleichbar machen

Hallo zusammen,

ich hätte eine Frage. Ich studiere Wirtschaftsinformatik im Master und bin aktuell auf Themensuche nach meiner Masterarbeit. Ich hätte eine spannende Idee, bei der ich mir jedoch nicht sicher bin, ob diese sinnvoll durchführbar ist. Vielleicht könntet ihr mir ja helfen, ich wäre auf jeden Fall für jede Hilfe sehr dankbar!

Untersuchungsgegenstand der Arbeit soll der Facebook/Instagram Algorithmus für Werbeanzeigen sein. Und zwar würde ich gerne untersuchen, ob der Algorithmus voreingenommen ist, was die Hautfarbe/Ethnie der Personen angeht, welche bei der jeweiligen Werbeanzeige zu sehen sind. Meine These in diesem Fall wäre, dass der Algorithmus Werbeanzeigen, auf denen Personen mit dunkelhäutiger Haut zu sehen sind, weniger angezeigt werden (bzw eine geringere Reichweite/Impressionen haben), als Werbeanzeigen mit hellhäutigen Personen.

Das Ganze soll wie folgt stattfinden:

Ich will über den Account eines Modelabels 2 unterschiedliche CPC(Cost-per-Click)-Kampagnen schalten. Eine Kampagne, auf deren Bild Models mit heller Haut zu sehen sind, die andere Kampagne, auf denen Models mit dunkelhäutiger Haut zu sehen sind. Dabei sollen alle anderen Faktoren konstant und gleich gehalten werden. Sprich Budget, Anzeigentext, Bild (Bild soll an sich auch weitgehend gleich sein, bis auf den Unterschied der Hautfarbe der Models), Zielgruppe etc. soll bei beiden Kampagnen stets identisch sein.

Das Problem, welches ich habe, wäre nun folgendes:

Angenommen, aus welchen Gründen auch immer, Kampagne 1 bekommt während der Laufzeit mehr Likes/Kommentare/Interaktionen. Der Facebook Algorithmus reagiert entsprechend und sendet diese Anzeige öfter aus als die andere, da er merkt, dass bei dieser Kampagne öfter interagiert wird. Wenn dies der Fall ist (und ich denke es wird wohl so kommen) hilft es mir auch nichts, wenn alle anderen Faktoren konstant gehalten werden. Für den Sinn meiner Arbeit wäre dies natürlich denkbar schlecht, da es meine eigentliche Untersuchung, ob die Ethnie der Personen auf dem Werbeanzeigenbild, eine Rolle spielt, völlig verzerren würde.

Nun zu meiner Frage:

Ist es irgendwie möglich, dieses Problem zu umgehen? Oder beispielsweise Werbeanzeigen so auszuliefern, dass wirklich das eigentliche Bild und somit der Hautfarbenunterschied im Vordergrund steht und ich durch (willkürliche) Interaktionen zu Beginn der Kampagne keine Verzerrungen des Algorithmus habe, was die Reichweite angeht? Falls jemand eine Idee hat, wäre ich sehr dankbar!

Liebe Grüße und einen schönen Abend noch,

Julian

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supervisior
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Beitrag supervisior » 21.04.2020, 08:04 2 Werbeanzeigen sinnvoll vergleichbar machen

Ich bin mir nicht sicher, ob ich Dein Anliegen in der Gänze erfasse, aber das, was Du da vorhast, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht funktionieren, weil Dir eine Unmenge an Daten fehlen werden. Kämst Du auch nur annähernd in die Nähe einer reproduzierbaren Datenlage, müsste das Fratzenbuch seinen Algodingenskirchen ändern, weil der Umkehrschluss wäre, dass man diesen manipulieren könnte.

staticweb
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Beitrag staticweb » 21.04.2020, 09:54 2 Werbeanzeigen sinnvoll vergleichbar machen

> Meine These in diesem Fall wäre, dass der Algorithmus Werbeanzeigen, auf denen Personen mit dunkelhäutiger Haut zu sehen sind, weniger angezeigt werden (bzw eine geringere Reichweite/Impressionen haben), als Werbeanzeigen mit hellhäutigen Personen.

Und was willst du daraus ableiten? Aus diversen Gründen wird es in DE in der Tat so sein. Schon deshalb weil es hier mehr hellhäutige Menschen (potentielle Kunden) gibt und der Kontrast zur Haut gerade bei Mode eine große Rolle spielt.

supervisior
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Beitrag supervisior » 21.04.2020, 10:30 2 Werbeanzeigen sinnvoll vergleichbar machen

Es istr zwar offTopic, aber wenn ich Wirtschaftsinformatik lese, bekommen meine Synapsen einen Dauerkurzschluss. Wirtschaft und Informatik und das in einem unmittelbaren Zusammenhang ist wie gleichzeitig nach links und rechts gehen. Mir ist noch nie ein Informatiker im praktischen Umgang über den Weg gelaufen, der auch Wirtschaft, geschweige denn Betriebswirtschaft kann oder anders formuliert ein Programmierer war noch nie gut im verkaufen. Gleichermaßen gilt das auch andersherum.

Rem
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Beitrag Rem » 28.04.2020, 19:51 2 Werbeanzeigen sinnvoll vergleichbar machen

dass der Algorithmus Werbeanzeigen, auf denen Personen mit dunkelhäutiger Haut zu sehen sind, weniger angezeigt werden (bzw eine geringere Reichweite/Impressionen haben), als Werbeanzeigen mit hellhäutigen Personen.
Nein, Sinn, Werbung auszuspielen, ist der kommerzielle Erfolg. Als eine hohe Klickrate. Sollten Werbemittel mit Weissen und Schwarzen Menschen vorliegen, wird ein A/B-Test lediglich ermitteln, welche Werbung eine höhere Klickrate erzeugt.

Prinzipiell wäre zu hinterfragen, ob Schwarze eher Werbung mit Schwarzen klicken, aber ich gehe davon aus, dass es für Dir/FB rechtlich unmöglich ist, innerhalb der USA ethnisch zu targeten. Man müsste wohl Länder mit eher weisser Bevölkerung mit einem Land mit eher schwarzer Bevölkerung hernehmen, wobei dann auch kulturelle Faktoren zum Tragen kommen.

Ich will nur die Gegenfrage stellen: ob Du überhaupt feststellen kannst, ob der Algo rassistisch ist oder ob nicht die Nutzer rassistisch sind und der Algo lediglich die Nutzervorlieben wieder gibt. Daher ist Deine Arbeit womöglich doch eher "kulturell" zu sehen.

Vielleicht anders formuliert: hat eine Werbung mit rein schwarzen, rein weissen und gemischten Alternativen im Gesamtpaket mehr Erfolg über Werbenetzwerke? Also lohnt es sich für Werbekunden, unterschiedliche Ethnien abzubilden? Dann nimmst Du Deine Fragestellung auch aus der Rassismus-Schublade.
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