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Links verletzen das Urheberrecht nicht

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RH666
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Beitrag RH666 » 07.04.2016, 16:00 Links verletzen das Urheberrecht nicht

Vielleicht nur halbwegs interessant da es hier nicht um SEO geht aber dennocht schreibt der eine oder andere hier vielleicht auch mal nen Artikel..oder hat ein Forum oder hat Kommentare in denen Links enthalten sind die zu Seiten führen auf denen das Urheberrecht verletzt wird.


Ein Link zu Inhalten im Internet, die Urheberrechte verletzen, ist nach Einschätzung eines Gutachters für den Europäischen Gerichtshof (EuGH) nicht rechtswidrig. Dabei komme es nicht darauf an, ob die Person, die den Link setzt, von dem Verstoß weiß oder nicht, argumentiert Melchior Wathelet in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme für den EuGH.
Ein Urteil dürfte erst in einigen Monaten fallen (Rechtssache C-160/15). Meist halten sich die Luxemburger Richter an die Empfehlungen des sogenannten Generalanwalts.


https://www.zeit.de/digital/internet/201 ... verlinkung

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Bodo99
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Beitrag Bodo99 » 07.04.2016, 18:03 Links verletzen das Urheberrecht nicht

Wäre ja auch noch absurder, wenn Links das Urheberrecht verletzen würden. Das würde die Idee des WWWs, wie es von Tim Berners-Lee geschaffen wurde, auch ad absurdum führen. Das wäre so, als würde ein Auto nicht mehr zum fahren erlaubt sein, würden Links das Urheberrecht verletzen.

RH666
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Beitrag RH666 » 07.04.2016, 22:14 Links verletzen das Urheberrecht nicht

Naja..wenn das so als Urteil rauskommt wären seiten wie kino.to etc wohl legal. Die Urheberbranche wäre sicher angepisst..und das teilweise auch wohl zurecht.

Bodo99
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Beitrag Bodo99 » 07.04.2016, 23:12 Links verletzen das Urheberrecht nicht

RH666 hat geschrieben:Naja..wenn das so als Urteil rauskommt wären seiten wie kino.to etc wohl legal. Die Urheberbranche wäre sicher angepisst..und das teilweise auch wohl zurecht.
Das ist aber nicht ein Problem der Links, sondern dass Domainvergabe-Staaten, wie Tonga, nicht international juristisch greifbar sind. Deutsche Domains und Server kann man schließlich ruckzuck dichtmachen, wenn dort was Illegales verbreitet wird. Wieso geht das nicht mit diesen Offshore-Servern? Da muss man ansetzen, nicht am Hyperlink.

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CyberNibbler
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Beitrag CyberNibbler » 08.04.2016, 10:32 Links verletzen das Urheberrecht nicht

Eric78 hat geschrieben:Das ist aber nicht ein Problem der Links, sondern dass Domainvergabe-Staaten, wie Tonga, nicht international juristisch greifbar sind. Deutsche Domains und Server kann man schließlich ruckzuck dichtmachen, wenn dort was Illegales verbreitet wird. [....]
Theoretisch könnte die Film- und Musikindustrie doch DDOS auf große Seiten wie kino.to machen und so verhindern, dass sie populär und nutzbar sind, oder?

Steppke030
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Beitrag Steppke030 » 16.04.2016, 22:53 Links verletzen das Urheberrecht nicht

Eric78 hat geschrieben:Deutsche Domains und Server kann man schließlich ruckzuck dichtmachen, wenn dort was Illegales verbreitet wird. Wieso geht das nicht mit diesen Offshore-Servern? Da muss man ansetzen, nicht am Hyperlink.
Weil das Recht des Staates gilt wo der Server steht und (im entfernten Sinne) wo die Domain registriert ist.

Die Hintermänner sperren aber sämtliche IPs des Landes, in dem sie ihre Server haben, aus sodass Menschen aus diesen Ländern nicht auf diese Inhalte zugreifen können und somit dort auch keine Rechte verletzt werden.

kino.to & Co. hatten früher sogar schonmal Server mit IPs aus der Antarktis (solche gibt es tatsächlich - die waren ursprünglich für dortige Forschungsstationen reserviert). Wen hätte man da verklagen sollen denn die Antarktis ist ja kein Land und es gibt dort auch keine Gerichte, Gesetze oder ähnliches (nur Eis und Schnee).

Wenn die Hintermänner Deutsche sind, könnte man sie natürlich trotzdem haftbar machen aber Tonga gibt halt keine Whois-Daten heraus (das ist ja ihr lukratives Geschäftsmodell) also kann darüber auch niemand die Hintermänner ausfindig machen.

Und "nur" weil in DE etwas illegal ist, kann man nicht anderen Ländern vorschreiben was sie zu tun und lassen haben denn andernfalls könnten auch muslimische Staaten, mit ihrem häufgen Alkoholverbot, Personen haftbar machen die in DE Alkohol über das Internet verkaufen.

Dass das unsinnig ist, muss man ja wohl nicht extra erwähnen.
Zuletzt geändert von Steppke030 am 16.04.2016, 23:26, insgesamt 5-mal geändert.

Steppke030
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Beitrag Steppke030 » 16.04.2016, 22:57 Links verletzen das Urheberrecht nicht

CyberNibbler hat geschrieben:Theoretisch könnte die Film- und Musikindustrie doch DDOS auf große Seiten wie kino.to machen und so verhindern, dass sie populär und nutzbar sind, oder?
Kino.to & Co. nutzen Cloudflare (und/oder die Akamai Cloud)! Da ist kein DDOS-Angriff mehr möglich denn deren Infrastruktur ist so genial aufgebaut, dass alle DDOS ins Leere laufen oder abgefangen werden können (das ist ja ihr Geschäftsmodell).

Um Cloudflare/Akamai in die Knie zu zwingen, müssten 30 Prozent der weltweiten Internetnutzer bei der DDOS-Attacke mitmachen.

Die Cloud fungiert aber nur als Mirror, der sich regelmäßig die Daten von einem dahinterliegenden Server holt! Die Cloud hat daher eine abschirmende Wirkung sodass man nur noch die IPs der Cloud sieht aber nicht mehr die IP des eigentlichen Servers. Man weiß also nicht mehr wo die Server eigentlich stehen und welches Land/Gericht nun überhaupt der richtige Ansprechpartner wäre.

Bevor kino.to & Co. Cloudflare/Akamai eingesetzt haben, standen deren Server in Rumänien (und voher in der Antarktis).

Außerdem muss sich die Film- und Musikindustrie an Gesetze halten und DDOS-Attacken sind illegal (und sie würden sich selbst strafbar machen).

Bei aller Illegalität von Angeboten von kino.to & Co. muss man daher sagen, dass die Hintermänner unglaublich gut und auf Zack sind denn sie haben bisher immer alle ihre (mächtigen) Gegner ausgespielt und waren ihnen immer einen Schritt voraus.

Stell Dir vor was die Film- und Musikindustrie für einen Aufwand betreiben: Die hatten ein ganzes Team sitzen die sich um die Antarktis-IPs kümmerten und sich Lösungen überlegten aber, über Nacht, sind die Server nach Rumänien abgewandert und die ganze Arbeit war umsonst - dann erarbeitet das Team Lösungen für die Rumänien-Server, aber bevor sie diese Lösungen anwenden können, ist auf einmal eine Cloud aus Hongkong davor ... usw. und jeder Landes/Gebietswechsel erfordert ganz andere rechtliche Herangehensweisen da die Gesetze immer neu und anders sind. Alle ausgearbeiteten Lösungansätze sind dann "für die Tonne". Und jetzt, mit der Cloud, weiß überhaupt niemand mehr wo der Ausgangsserver steht und welches Land/Gericht angesprochen werden müsste.

Ich kann mir daher vorstellen, dass die Rechteverwerter schon grün vor Ärger sind und ganz gewaltig abkotzen denn die jagen praktisch ein Phantom mit einer Tarnkappe (und dieses Phantom springt über Nacht von einem Kontinent zum nächsten).

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