Marleen Schmitz, 20 Jahre, Schülerin aus Düsseldorf schreibt dazu in gekürzter Version:
taz hat geschrieben:Dass KI mir nicht nur meinen Text vorkaute, sondern auch an meiner Gehirnmasse nagte, begriff ich erst Wochen später im Deutschunterricht. Analysen, die mir sonst ohne Probleme gelangen, wurden zum Hindernis. Ich starrte auf die Aufgabenstellung auf meinem Blatt, doch es kam keine zündende Idee. Also griff ich, wie viele meiner Mitschüler, mitten im Unterricht zu ChatGPT. Es war, als hätte man mir auf mein literarisches Rennrad Stützräder montiert und sie nach drei Wochen Probefahren ohne Vorwarnung abgerissen. ChatGPT hatte mich dazu gebracht, „unverlernbare“ Fähigkeiten wie kritisches Denken und kreatives Schreiben zu verlernen. Ich fühlte mich dämlich und verraten – von mir selbst und der Gesellschaft.
Und so beschloss ich, mich mit Knieschonern und Helm auszurüsten und wieder Rennrad fahren zu lernen. Als Knieschoner dienten mir mein neu gefundener Wille, endlich hinzusehen. Und als Helm suchte ich mir meinen Literaturunterricht aus. Mein erster Handlungsschritt war es, wieder selbst zu denken, kritisch und kreativ zu sein. Ich wollte weder künstliche Intelligenz befragen, noch das Internet für Inspiration nutzen. Die anfängliche Leere in meinem Kopf auszuhalten war hart, nicht zur KI zu greifen noch viel herausfordernder.
Den ganzen Text liest man hier:
Quelle: https://taz.de/KI-und-Journalismus/!6195667/

